Einige Infos über Kaffee.... 

Den ersten Kaffee habe ich von Karatu, Tansania mitgebracht, als ich einige Zeit in einem Benediktinerkloster dort gelebt habe. 

Die Schwestern bauen auch Kaffee an und verkaufen 

diesen an indische Kaffeehändler. 

 

 

Eine Haupteinnahmequelle für die Schwestern -  die Inder lieben diesen Kaffee.

Sister Noela hat mir erzählt, dass ihre größte Plage die Elefanten seien, die in regelmäßigen Abständen ihre Plantage leerfraßen.

 

Und…obwohl mir das natürlich sehr leid tat, hat

mir die Geschichte so gut gefallen, dass meine

Tochter mein Logo für „Meicoffee“ danach gestaltet

hat. 😊

 

Die „Kaffeekirsche“ wächst auf Sträuchern, geerntet wird bis zu 2x/Jahr.  

Arabica Kaffee gedeiht besonders gut ab einer Höhe über 1700m und benötigt regelmäßige Beschattung, am liebsten in Form von Bananenbäumen. 

Diese Bäume bieten mit ihren riesigen Blättern nicht nur Schutz vor der heißen Sonne, sondern spenden auch immer wieder ein kühles windiges Lüfterl.

Die Kaffeeplantagen von „Meicoffee“ werden organisch angebaut mit Mischkultur. 

 

Das heißt, dass zwischen den Sträuchern viele Bohnen, Papayas, Avocados oder ähnliches wachsen dürfen. 

Die Nähstoffe sind nicht nur gut für die Erde und die Kaffeesträucher, sondern auch für die Menschen.  

Und für die Tierwelt! 

Unglaublich viele Tiere tummeln sich zwischen den Plantagen. 

Besonders Bienen und Affen lieben die roten Kaffeekirschen. 

 

Die Kaffeeplantagmitarbeiter dürfen die Ernte dieser Mischkultur auch selbst ernten, verarbeiten oder am Markt verkaufen.

Dies ist natürlich eine zusätzliche unheimlich wichtige Einnahmequelle.

Außerdem dürfen sie die alten Kaffeesträucher  verwenden. 

Dies ist Überlebens wichtig!

Geerntet wird händisch. 

Die meiste Arbeit wird von Kaffee-pflückerinnen durchgeführt. 

 

Nicht, weil Männer diese Arbeit nicht wollen – ganz im Gegenteil, auf unserer Plantage wollen sogar mehr Männer arbeiten – aber die Frauen lassen sich diese Arbeit nicht von den Männern wegnehmen. 

 

Sie haben mir erklärt, dass nur Frauen die richtige Fingergröße und das Gefühl haben für die Ernte – es wird ja jede einzelne Kaffeekirsche erst dann geerntet, wenn sie tatsächlich den richtigen Reifegrad hat. Also wenn sie richtig schön rot ist. 

Danach werden die Kaffeekirschen in großen Körben auf den Köpfen der Frauen in die „Zentrale“ gebracht. 

Kaffee wird – je nach Land – unterschiedlich verarbeitet. 

 

Entweder getrocknet, semiwashed (fermentiert), oder washed. 

Bei unseren Plantagen finden alle 3 Möglichkeiten statt, je nach Anbau und Lage der Kaffeepflanzen. 

 

Das ist aber eine Seltenheit, die es weltweit nicht sehr oft gibt! 

 

 

Die Kaffeekirsche wird dann „entpulpt“, also die rote Kirsche wird getrennt und ein kleiner hellbrauner Kern kommt zum Vorschein. 

Dieser wird einige Zeit in der Sonne getrocknet. 

Immer wieder werden sie in dieser Zeit der Frauen 

gedreht, damit die Sonne von allen Seiten gleichmäßig 

die Kerne trocknet und die Größe sortiert wird. 

Ich konnte die Frauen dabei beobachten, wie sie singend die riesigen Netze gemeinsam aufhoben und sie auf einem neuen Lager abgelegt haben. 

Eine unglaubliche Erfahrung, die unter die Haut geht. 

Diese Verarbeitung ist wichtig für die spätere Preisgestaltung, der Handel möchte nur gleichgroße Kaffeebohnen haben, da dies einfacher ist bei der Kaffeeröstung. 

Die Schale der Kerne wird ebenfalls in der Sonne getrocknet, ein Teil davon wird wieder als Dünger für die Kaffeesträucher verwendet (ein typisches Zeichen für organische Bebauung) und ein anderer Teil wird als Kaffeekirschentee – oder "Cascara" in den Handel gebracht. 

Im Shop findest du auch dazu Infos. 

 

Die Trockenzeit dauert mehrere Wochen, danach werden die Kerne „gestampft“, also die äußere Schale wird entfernt.

 

Erst danach ist die Kaffeebohne fertig für den Versand. 

Unsere Kaffeebohnen werden dann noch vom „Coffeeboard“ zertifiziert und der Preis wird festgelegt. 

Dies geschieht in den wöchentlichen Auktionen, in denen der Preis und die Qualität aller Kaffeebohnen bestimmt werden. 

Verschickt wird der Kaffee meist in 60 kg Säcken per Schiff.

 

Je nach Sorte, gibt es dann unterschiedliche Kaffeespezialitäten. 

Im „Shop“ findest du alle Infos darüber. 

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